„Wenn Es malt, ich gar nicht weiß, was ich tue und gleichzeitig spüre, dass ich im Bild bin, überkommt mich eine tiefe Ruhe.“
„Tiere und die Natur sind, Menschen wollen sein. Ich bin immer auf der Suche nach dem “einfach sein“. Der Akt des Malens kommt dem sehr nah.“
Ariane Michaelis
Ariane Michaelis, geboren in München, ist schon als Kind eine begeisterte Malerin mit einer deutlichen Vorliebe für Tiere und Natur.
Im Pestalozzi - Gymnasium faszinieren sie besonders Bleistiftzeichnungen und Radierungen. Mit ihrem Vorfahren, dem Bildhauer Eduard Schmidt von der Launitz, teilt sie die Liebe für interessante Gesichter und naturalistische Darstellungen im Detail. 2002 zeigt sie ihre fantasievollen Zeichnungen dem Münchner Cartoonisten Rudi Hurzelmeier, der sie ermuntert mit Ölfarben zu malen.
2003 findet die erste Ausstellung der Autodidaktin mit Ölbildern statt. Ihre Tiermalerei im fotografischen Stil baut sie dann bis heute weiter aus.
2005-2006: Die Reisen nach Costa Rica in den Dschungel und Peru zum Titicaca - See geben den entscheidenden Impuls sich noch tiefer mit dem Schutz des Regenwaldes und dem Artenschutz zu befassen.
(Bild links: Als Zeichen der drohenden Auslöschung der Art, bleiben bei der Borneokatze ein Teil des Körpers und des Lebensraumes unausgefüllt),
(Bild rechts: Junge Einheimische auf Costa Rica. Bleistiftskizze von 2005.)
2004 wird Bildhauer Burkhard Backe ihr geistiger Mentor und sie nimmt in den Jahren 2004 bis 2008 in seinem Atelier an der Veranstaltung Kunst im Karreé teil.
2009 bis 2014 steht sie B. Backe Model für mehrere Aktzeichnungen. Diese Aktzeichnungen beginnt Ariane Michaelis mit Erlaubnis des Bildhauers zu digitalisieren und Reproduktionen davon mit ihren eigenen Fantasien in Öl zu variieren.
(Bild links: Variation einer Aktzeichnung, Titel: Naturnah, Größe: 35 x 45 cm), (Bild rechts: Burkhard Backe während er konzentriert zeichnet)
Seit 2015 lebt und schafft die Künstlerin in Berlin. Hier entdeckt sie ihre Liebe zu den Bäumen. In Berlin stellt die Malerin u. a. während der Langen Nacht der Bilder, in der Aula der Kirche zur frohen Botschaft in Karlshorst, ihre Werke zur Verfügung.
Ariane Michaelis fühlte sich schon immer mit der Natur und den Tieren verbunden. Als Kind verfasste sie erste Gedichte und Geschichten und malte täglich ihre Erlebnisse oder Fantasien auf. Als Jugendliche wurde sie im Kunstunterricht zunächst auf Henri Rousseau und seine Dschungelbilder aufmerksam und interessierte sich lange für M. C. Escher’s „verrückte Welten“. Der Künstler Friedensreich Hundertwasser berührte sie besonders. Sie liebte seine bunten runden Brunnen, seine begrünten wellenförmigen Dächer und die Bäume in den fröhlichen Häuserfassaden seiner fließenden Architektur sowie die sichtbare Verbundenheit und Nähe seiner Architektur und Malerei zur Natur.
Im Alter von 16 fing sie an, sich mit vegetarischer Ernährung zu beschäftigen. Das Leid der Tiere, besonders in der Massentierhaltung, konnte und wollte sie nicht mehr verdrängen.
Das Mitgefühl mit den Tieren und ihr besonderes Interesse für sie ebneten das Bedürfnis, diese auch zu malen und sich ihnen dabei anzunähern, obwohl sie erst 26 Jahre später mit Ölbildern beginnen sollte.
Mit sechzehn Jahren nahm sie ihren ersten klassischen Gesangsunterricht und begann mit achtzehn ein klassisches Gesangsstudium. Sie studierte Operngesang am Richard-Strauss-Konservatorium und vergaß zunächst komplett ihre Liebe zur Malerei. Erst mit zweiunddreißig Jahren fand sie zurück zur Malerei, als sie das Buch „Der Weg des Künstlers“ geschenkt bekam.
Anfangs malte sie Bleistiftzeichnungen, die sie mit Buntstiften kolorierte. Unzufrieden über die matten Farben zeigte sie die Bilder dem befreundeten Münchner Cartoonisten Rudi Hurzlmeier, der sie ermunterte, es mit Ölfarben zu versuchen. So entstanden rasch die ersten zwölf Ölbilder. Meist sehr naturalistische bis fotografisch gemalte Tierporträts von Papagei bis Löwe und Büffel. Zusammen mit dem Bildhauer Burkhard Backe stellte sie mehrfach in seinem Atelier im Türkenhof ihre Bilder während der Veranstaltungstage „Kunst im Karreé“ aus.
Die Begeisterung für naturalistische Darstellungen und ihre Detailbesessenheit mögen an ihrem Vorfahren, dem Bildhauer Eduard Schmidt von der Launitz, liegen. Sie ist dessen dreifache Urenkelin, und er war einer der ersten im 19. Jahrhundert, der die naturalistische Darstellung voranbrachte und gegen die idealistische setzte.
Ariane Michaelis spürte schon immer eine starke Verbindung zu indigenen Kulturen, in denen die Kräfte der Natur und deren Geschöpfe als Gottheiten angesehen und mit großem Respekt behandelt werden. Sie malte die beeindruckenden Felsen mit den Ruinen des Machu Picchu, inspiriert durch ihre Gespräche in Peru mit Fernando Elorrieta Salazar und den spektakulären Enthüllungen in seinem Buch „Cusco und das heilige Tal der Inkas“. (Er und sein Bruder dokumentierten u.a., dass der Berg Wayna Picchu die Form eines Pumas hat und der Fels zur linken einen Kondor darstellt, beides wichtige Schutzgeister und Gottheiten der Andenvölker.) In Peru zeigte sich Ariane Michaelis 2006 ein Gesicht in einer Quelle, während sie diese fotografierte (siehe unter Originale / Natur das Werk: „Wachsamer Quell“).
Zudem setzt sich Ariane Michaelis mit ihren Bildern als Mitglied von Greenpeace und dem Regenwald e.V. für den Schutz der Regenwälder und den Erhalt der Artenvielfalt ein. Sie spendete Exponate für Charity-Veranstaltungen für bedrohte Tiere, Kinderprojekte und den Erhalt des Planeten. Indem sie mit ihren Kunstwerken der Erde und allen ihren Tieren und Pflanzen ihre Aufmerksamkeit schenkt, möchte Ariane Michaelis ihnen mehr Gehör verschaffen, um sie zu bewahren. Seit 2014 lebt die gebürtige Münchnerin in Berlin.
Nach dreiundzwanzig Jahren autodidaktischer Malerei, über hundertfünfzig geschaffenen Werken und dem Austausch mit dem erfahrenen Schweizer Naturfotografen Thomas Marent sowie mit ihren eigenen Erfahrungen aus dem Regenwald im Gepäck stellt sie sich mehr denn je die Frage, wie der wunderbare Blaue Planet zu retten ist. Dabei setzt sie Wissen und Gewissen der Menschheit in Beziehung zu den Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft. Seit 2003 stellt die Künstlerin Ariane Michaelis ihre Werke in Galerien, Kulturveranstaltungsreihen wie Lange Nacht der Bilder, Kunst im Karreé, Insiderlokalen sowie in Begegnungs- und Gesundheitszentren, Banken und Ämtern aus.